Umwelt und Klimawandel

Wohl jeder spürt die Änderungen des Wetters in den letzten Jahren – 30 Grad Celsius im April, lange Trockenphasen und nur wenige Frosttage und ganz wenig Schnee im Winter. Viel deutlicher wird die Veränderung beim Blick in die Natur. Bäume treiben früher ihre Blätter aus und viel Pflanzen blühen früher als noch vor einem Jahrzehnt. Genau diese Veränderung der Natur ist es die, ein kluges Handeln in Frechen erforderlich macht.

Grün in im Straßenbild

Bäume zeigen Trockenschäden und können sich nicht mehr mit aller Kraft gegen Insektenbefall, Pilze und Viren wehren. Dabei sind gerade die Bäume im Innenstadtbereich von großer Bedeutung denn sie verbessern gerade in den wenig durchlüfteten Straßenzügen das Mikroklima erheblich.

Es ist damit zu rechnen, dass in den nächsten Jahren viele Bäume im Stadtgebiet absterben werden und durch neue Sorten ersetzt werden müssen die mit den Umweltverhältnissen zurechtkommen. Dies wird erhebliche Kosten nach sich ziehen die zukünftig im städtischen Haushalt eingeplant werden müssen.

Neben den Bäumen spielen aber auch die übrigen städtischen Grünflächen eine Rolle im Klimaschutz – auch dort müssen an den Standort angepasste Pflanzensorten zum Einsatz kommen. Im privaten Bereich läßt sich ebenfalls viel in Sachen Klimaschutz machen: Schottergärten in Neubaugebieten werden zukünftig in den Bebauungsplänen ausgeschlossen. Es gilt aber weiterzudenken und die Umgestaltung von Vorgärten in pflegeleichte und gärtnerisch gestaltete Flächen zu fördern.

Umweltmonitoring

Ein aktiver Klimaschutz verlangt nach einem aktiven Umweltmonitoring. Hierbei gilt es die Artenvielfalt zu beobachten und zu erkennen, wenn sich beispielsweise der Bestand von Insekten und Vögeln verändert oder neue bisher nicht heimische Arten auftauchen.

Vorbereitung auf Extremwettersituationen

Klimaforscher prognostizieren eine Häufung von Extremwettersituationen in den nächsten Jahren. Zu erwarten sind Trockenheit, Hitzewellen die von heftigen Unwettern begleitet werden, und starke Stürme.

Ziel der Darseinsvorsorge in der Kommune sich auf solche Ereignisse vorzubereiten, hierzu gibt es zahlreiche Gesetze und Vorschriften. Dennoch gibt es Möglichkeiten in der Kommune mehr zu tun, als es Vorschrift ist. So können z.B. Vorgaben in Bebauungsplänen zur Versickerung von Regenwasser gemacht werden und Starkregen können Rückhaltebecken eine Lösung darstellen.

Risikokommunikation

Hier sind die Themen vielfältig und die Informationen z.B. zu Waldbrandgefahr, UV-Strahlung, allergieauslösenden Pollen, Hitze und Unwetter stehen im Internet zur Verfügung. Technisch ist es möglich, diese Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen auf der Internetseite der Stadt Frechen sichtbar zu machen.