Wie bin ich zur Politik gekommen?

Als ich im Jahr 2000 mit meiner Frau nach Frechen gezogen bin, hätte ich mir nicht vorstellen können, einmal politisch aktiv zu sein, geschweige denn für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren.

Alles fing damit an, dass der Bauträger, der ein Baugebiet in Benzelrath entwickeln sollte, in finanzielle Probleme geraten ist und wir Anwohner weder Straßen noch eine Straßenbeleuchtung hatten. Eine Zeitlang benötigten wir sogar Gummistiefel, um das Gelände trockenen Fußes verlassen zu können. Müll türmte sich und alles war weit entfernt von einem familienfreundlichen Wohnen am Rosenhügel, wie es vom Stadtrat bei der Planung des Baugebietes auf den Weg gebracht worden war. Telefonate mit dem Rathaus brachten keine Lösung, denn anscheinend war niemand für irgendetwas zuständig.

Da es gar nicht mehr weiter ging, wurde eine Bürgerinitiative gegründet und so kam der Kontakt zum damaligen Bürgermeister H.W. Meier (CDU) und zu Ferdi Huck von der SPD zustande. Es gab mehrere Treffen von der Stadtspitze und der Bürgerinitiative und so langsam bewegte sich wieder etwas im Baugebiet.

Nach einem Treffen sagte mir dann der Bürgermeister, dass er froh ist, dass die Bürgerinitiative mit konstruktiven und umsetzbaren Vorschlägen das Gespräch gesucht hat und fragte mich ganz direkt, ob ich in die Politik einsteigen möchte. Das war für mich der Zeitpunkt, an dem mir klar wurde, dass es möglich ist, in dieser Stadt etwas zu bewegen und ich eigentlich schon politisch tätig war. Mir sind die Werte der SPD sehr viel näher als die anderer Parteien und so bin ich in die SPD eingetreten.

Seit 2007 bin ich im Vorstand der örtlichen SPD und leite die Partei seit zwei Jahren als deren Vorsitzender. Im Stadtrat sitze ich seit 2014.