Warum ich kandidiere

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Frechen hat sich in den letzten 20 Jahren stark verändert – deutlich ist im Stadtbild zu erkennen, dass es seit ein paar Jahren nicht mehr rund läuft: Es wird in der Bevölkerung viel gesprochen über das stark sanierungsbedürftige Parkhaus in der Josefstraße und über ein ungepflegtes Stadtbild. Doch es gibt noch viel mehr: Die seit Jahren geplante Sanierung des Freibades hat noch immer nicht begonnen. Auch unsere Realschule benötigt dringend neue Räume und ist stark sanierungsbedürftig – da ist vieles alt und marode. An anderen Schulen ist der Sanierungsstau nicht zu übersehen.

Dies sind nur ein paar Beispiele, die deutlich machen, dass es so nicht weitergehen kann. Alleine wäre das für mich aber noch kein Grund, für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren. Es sind vielmehr die Einblicke in Strukturen und Abläufe des Rathauses und der Vergleich mit Arbeitsweisen in der Wirtschaft, die in mir den Entschluss zur Kandidatur haben wachsen lassen. Es geht mir darum, das Kernproblem anzugehen und die Arbeitsweise mit erfolgreich in der Wirtschaft gelebten Elementen anzureichern: Führen mit Zielen, Aufbau eines Kennzahlensystems und ein internes Kontrollsystem zur zeitnahen Überprüfung. Besonders notwendig erscheint mir der Aufbau einer tragfähigen Compliance-Richtlinie, also einer Regelung, die sicherstellt, dass gesetzeskonform gehandelt wird.

Eine Veränderung ist dringen notwendig, denn die Zukunft wartet nicht und Themen, die unweigerlich auf uns zukommen sind bereits heute bekannt. Fehler können wir uns hier nicht leisten:

  • Frechen wird vom Ausstieg aus der Braunkohlenutzung stark betroffen sein und muss aufpassen, den wirtschaftlichen Anschluss nicht zu verlieren.
  • Im Rahmen des Klimawandels werden extreme Wettersituationen zunehmen. Auf diese muss Frechen vorbereitet werden.
  • Teile der Bevölkerung können sich bereits heute die hohen Mietpreise kaum noch leisten.
  • Wir werden in den nächsten Jahren eine weiter wachsende Bevölkerungszahl haben. Das erfordert einen Ausbau der Infrastruktur, Kitas zu bauen und nicht zuletzt eine Anpassung der Schullandschaft in Frechen.

Dies sind Themen welche über die nächste fünf Jahre hinaus wirken werden. In Frechen gibt es viele Themen, die jetzt angegangen werden müssen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Ein Zitat von Willy Brandt bringt es meiner Meinung nach in einem Satz auf den Punkt: Der beste Weg die Zukunft vorherzusehen ist sie zu gestalten.

Gerne will ich mich den Herausforderungen des Bürgermeisteramtes stellen und die Aufgaben mit Köpfchen, Herzblut und Mut angehen.

Ihr

Carsten Peters